TVW 1847 - Schwimmen

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Oliver Klemet gewinnt Silber mit der Staffel!

Mit einer Medail­le im Gepäck kehr­te Oli­ver Kle­met von den Euro­pa­meis­ter­schaf­ten der Jugend im Frei­was­ser­schwim­men zurück. In Raci­ce, 60km nord­öst­lich von Prag in Tsche­chi­en, wur­den die bes­ten Frei­was­ser­schwim­men des Kon­ti­nents ermit­telt. Im 18-köp­fi­gen Auf­ge­bot des Deut­schen Schwimm­ver­ban­des stand dabei auch der jun­ge Wetz­la­rer, der sich mit zwei Meis­ter­ti­teln bei den Deut­schen Frei­was­ser­meis­ter­schaf­ten für sei­ne ers­te inter­na­tio­na­le Meis­ter­schaft qua­li­fi­zie­ren konn­te. Mit Platz fünf im Ein­zel und dem Gewinn der Sil­ber­me­dail­le in der 4x 1250m Frei­stil­staf­fel war sein ers­ter Auf­tritt auf inter­na­tio­na­lem Par­kett sehr erfolg­reich.

Den Abschluss eine lan­gen Schwimm­sai­son bil­de­ten nun in der letz­ten Woche die Jugend­eu­ro­pa­meis­ter­schaf­ten im Frei­was­ser­schwim­men. Auf dem Weg dort­hin muss­te Kle­met aber zunächst ein paar Hür­den neh­men. „Im Schwimm­be­cken muss­te Oli­ver über 1500m Frei­stil eine Zeit von unter 16:15 Minu­ten nach­wei­sen“ erklärt TVW-Abtei­lungs­lei­ter Rein­hard Fel­ten, „dies hat er mit dem Gewinn der Sil­ber­me­dail­le bei den Deut­schen Jahr­gangs­meis­ter­schaf­ten erfüllt“ fügt Fel­ten hin­zu. „Bei den Deut­schen Frei­was­ser­meis­ter­schaf­ten muss­te Oli­ver Platz eins oder zwei bele­gen über 7500m Frei­stil, mit dem Gewinn des Titels hat­te er auch die­se Vor­aus­set­zung in der Tasche“ erklärt der Abtei­lungs­lei­ter – mitt­ler­wei­le seit 33 Jah­ren! So wur­de Oli­ver Kle­met (Jg.2002) vom Bun­des­trai­ner Jugend, Con­stan­tin Dep­mey­er, für die JEM nomi­niert. Nach einem Trai­nings­lehr­gang in Würz­burg mit der gesam­ten Deut­schen Natio­nal­mann­schaft – hier gab es dann auch die Team-Aus­stat­tung mit dem Bun­des­ad­ler drauf — ging es dann nach Tsche­chi­en. „Gera­de die Team­aus­stat­tung, T‑Shirt, Trai­nings­an­zug, Bade­kap­pen, haben noch­mal einen Moti­va­ti­ons­schub aus­ge­löst“ erklärt Kle­met, der gut vor­be­rei­tet an den Start ging. Als beson­de­re Moti­va­ti­on für Kle­met folg­te Ihm sei­ne Trai­nings­grup­pe mit den Trai­nern Han­nah Ney und Uwe Her­mann nach Raci­ce. „Wir sind mit 21 Per­so­nen nach Tsche­chi­en gefah­ren um Oli­ver vor Ort best­mög­lich und laut­stark zu unter­stüt­zen“ sag­te Her­mann. Den Auf­takt hat­te Kle­met mit sei­nem Ein­zel­ren­nen über 7.500m Frei­stil. Das 36-köp­fi­ge Teil­neh­mer­feld muss­te den Rund­kurs der Wett­kampf­stre­cke – den Ruder­ka­nal der Welt­meis­ter­schaf­ten von 1993 – fünf­mal durch­schwim­men, jede Run­de 1500m lang. Am Ende der ers­ten Run­de lag Oli­ver Kle­met direkt an der Spit­ze des Fel­des, nach Run­de zwei und drei hielt er sich in der 15-köp­fi­gen Spit­zen­grup­pe. „Dann wur­de das Tem­po schnel­ler und das Feld lös­te sich etwas, ich bin dann ein­fach dran­ge­blie­ben“ erklär­te Kle­met nach dem Ren­nen. Nach der vier­ten Run­de waren noch sie­ben Sport­ler in der Spit­ze, einer davon Oli­ver Kle­met. „Auf der letz­ten Run­de hab ich zu lan­ge gebraucht um einen Sport­ler vor mit zu über­ho­len, dadurch ist der spä­te­rer Sie­ger und die Medail­len­ge­win­ner etwas weg geschwom­men, das Loch konn­te ich nicht mehr zuschwim­men“ erklärt der Frei­was­ser­schwim­mer. Im Ziel lag dann der Rus­se Alex­san­dr Ste­pha­nov nach 1:20:31,7 Stun­den vor­ne. Auf Platz fünf nach 1:21:05,7 Stun­den schlug Kle­met an. „Eine tol­le Leis­tung für sei­nen ers­ten Ein­satz“ stell­te Bun­des­trai­ner Dep­mey­er fest. Beloh­nung für die­se tol­le Leis­tung war die Nomi­nie­rung für den Staf­fel­ein­satz über 4x1250m Frei­stil. Zusam­men mit Welt­meis­te­rin Lea Boy – die 19-jäh­ri­ge Würz­bur­ge­rin gewann bei den Welt­meis­ter­schaf­ten in Gwang­ju vor zwei Wochen Gold mit dem Team – hat­te das Deut­sche Team natür­lich gute Medail­len­chan­cen. Elea Lin­ke und Aaron Schmidt stell­ten zusam­men mit Kle­met das Deut­sche Quar­tett. Von Beginn an gab es ein enges Kopf-an-Kopf Ren­nen mit der Mann­schaft aus Ita­li­en und Frank­reich. Oli­ver Kle­met ging als Schluss­schwim­mer auf die Wett­kampf­stre­cke, muss­te den star­ken ita­lie­ni­schen Schwim­mer zie­hen las­sen, konn­te sich aber deut­lich von den Fran­zo­sen absetz­ten und schlug als zwei­ter an. Nach 56:33,0 Minu­ten war das Deut­sche Team als zwei­ter im Ziel und gewann damit die Sil­ber­me­dail­le. „Vize-Jugend­eu­ro­pa­meis­ter, das klingt schon sehr gut“ freu­te sich Kle­met über die­sen Erfolg.

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