TVW 1847 - Schwimmen

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Niklas Frach mit Streckenrekord!

Euro­pa­cup im Frei­was­ser­schwim­men

Mit einem lachen­den und einem wei­nen­den Auge kehr­te Niklas Frach von der Natio­nal­mann­schaft Schwim­men zurück. Bei der vier­ten Sta­ti­on der Euro­pa­cup­se­rie im Frei­was­ser­schwim­men im däni­schen Kopen­ha­gen über 6 Kilo­me­ter beleg­te Frach den 13. Rang. Bei der tra­di­tio­nel­len Tryg­Fon­den Chris­ti­ans­borg Rundt über 2 Kilo­me­ter sieg­te Niklas Frach und stell­te dabei einen neu­en Stre­cken­re­kord auf.

Unter den Augen von Bun­des­trai­ner Frei­was­ser, Ste­fan Lurz (Würz­burg), gin­gen 10 deut­sche Akti­ve beim Euro­pa­cup Ren­nen in Kopen­ha­gen an den Start. Bei der vier­ten Sta­ti­on der dies­jäh­ri­gen Euro­pa­cup­se­rie muss­ten dies­mal 6 Kilo­me­ter rund um die Schlos­s­in­sel mit Schloss Chris­ti­ans­borg, dem Sitz des Däni­schen Par­la­men­tes, absol­viert wer­den. Drei Run­den á zwei Kilo­me­ter stan­den für die ins­ge­samt 24 Akti­ven auf dem Plan. „Die Schwimm­stre­cke war super, direkt in der Innen­stadt, rund um das Schloss, man konn­te die gesam­te Renn­stre­cke mit­lau­fen“ erklärt Trai­ner Uwe Her­mann, der auch für die­se Euro­pa­cup­ren­nen wie­der in den Betreu­er­stab der Natio­nal­mann­schaft beru­fen wur­de und Frach nach Kopen­ha­gen beglei­te­te. „Dies­mal war die Tak­tik direkt von Beginn an in die Füh­rungs­grup­pe zu gehen und die­se so lan­ge wie mög­lich hal­ten“ schil­dert der A-Lizenz­trai­ner die Marsch­rou­te, „das hat lei­der nur 1,5 Run­den lang geklappt“ war der Übungs­lei­ter nicht ganz zufrie­den mit der Vor­stel­lung von Frach. Die­ser mach­te beim Start alles rich­tig, kam sehr gut weg und lag die ers­ten 1000m in Front und mach­te die kräf­te­zer­ren­de Füh­rungs­ar­beit. Bei 1000m über­nahm der Ungar Dani­el Sze­ke­lyi die Füh­rung, Frach blieb an Posi­ti­on zwei. „Dann bin ich genau im Pulk geschwom­men, zwi­schen zwei, drei ande­ren Sport­lern und da habe ich dann vier, fünf Schlä­ge abge­kom­men, die Wel­len wur­den so mehr, ich habe Was­ser geschluckt und das hat viel Kraft gekos­tet“ schil­dert der 19-jäh­ri­ge. „Die zwei­te Run­de habe ich dann am Ende der Spit­zen­grup­pe been­det, dann muss­te ich lei­der abrei­ßen las­sen und das Ren­nen allei­ne zu Ende brin­gen“ war Frach eben­falls nicht zufrie­den mit sei­ner Leis­tung. „Der frü­he Renn­be­ginn um 8.30 Uhr, wohl nicht aus­rei­chend gefrüh­stückt, die ers­te Run­de Füh­rungs­ar­beit und dann die Wel­len und Schlä­ge – in Sum­me die­ser Fak­to­ren hat es lei­der nicht für eine bes­se­re Plat­zie­rung gereicht“ erläu­tert Frach. Beim Sieg des Ita­lie­ners Andrea Bian­chi (1:06:14 Stun­den) beleg­te Frach nach 1:09:00 Stun­den den 13. Platz- wie auch bei sei­nem ers­ten Ren­nen im Euro­pa­cup vor drei Wochen im spa­ni­schen Navia. Bei den Damen ging der Sieg an die Deut­sche WM- und Olym­pia­teil­neh­me­rin Leo­nie Anto­nia Beck aus Würz­burg in 1:10:17 Stun­den. Nach dem Euro­pa­cup­ren­nen stand noch das tra­di­tio­nel­le Tryg­Fon­den Chris­ti­ans­borg Rundt Schwim­men auf dem Pro­gramm. 3700 Teil­neh­mer star­te­ten über eine Run­de um die Schlos­s­in­sel über 2000m. In ins­ge­samt 61 Läu­fen wur­den die schnells­ten Schwimmer/innen der jewei­li­gen Alters­klas­sen und der offe­nen Klas­se ermit­telt. Frach star­tet am spä­ten Nach­mit­tag im schnells­ten Lauf. „Ich war noch ganz schön platt vom Ren­nen am Vor­mit­tag“ schil­dert der Stu­dent der JLU Gie­ßen, „aber ich woll­te auch zei­gen, dass ich es bes­ser kann!“ Gesagt, getan – direkt nach dem Start ging Frach in Füh­rung und soll­te die­se auch bis ins Ziel nicht mehr abge­ben. „Ich kann­te ja nun schon den Stre­cken­ver­lauf rund um das Schloss und hab die­sen Vor­teil aus­ge­nutzt. In der ers­ten Kur­ve habe ich rich­tig Druck gemacht und das Feld von mir distan­zie­ren kön­nen!“. Die­sen Abstand bau­te Frach wei­ter aus und schlug mit deut­li­chem Vor­sprung als ers­ter an. Im Ziel blie­ben die Uhren bei 21:57 Minu­ten ste­hen. „So schnell war hier noch nie­mand, mei­ne Zeit ist nun neu­er Stre­cken­re­kord“ freu­te sich Niklas Frach über die­se Leis­tung, die mit Blu­men, Pokal und einem neu­en Neo­pren­an­zug bei der Sie­ger­eh­rung belohnt wur­de. „In drei Wochen steht nun noch das Euro­pa­cup­fi­na­le in Rom/Italien an. Viel­leicht hat mei­ne Leis­tung hier in Kopen­ha­gen ja gereicht um dafür nomi­niert zu wer­den“ hofft der 19-jäh­ri­ge auf einen wei­te­ren Ein­satz für die Natio­nal­mann­schaft.

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